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Ein Tag im Abenteuerwald

Kooperation zwischen Heinrich-Hoffmann-Schule/Riegel und Freie Evangelische Schule/Lahr

„Stell dich zu uns, Marc!“ Der Junge, den die 15-jährigen da rufen, ist kein Gleichaltriger, sondern ein deutlich kleinerer Zweitklässler, ihre gegenseitige Bekanntschaft gerade zwei Stunden alt. Aber in diesen zwei Stunden haben sie einiges gemeinsam durchgestanden, die Realschüler der FES Lahr und die Grundschüler der Heinrich-Hoffmann-Schule (Schule für Erziehungshilfe am Jugendhilfezentrum St. Anton) in Riegel: Sie haben sich gegenseitig mit verbundenen Augen mit Worten über eine Strecke voller Mausefallen dirigiert, zu 14. auf einem kleinen Balken Platz gefunden, den Weg durchs Spinnennetz entdeckt usw.

Beim gemeinsamen Teamtraining der Klassen im Abenteuerwald Kenzingen am 20. Juli kam es weniger auf Alter oder Größe an, sondern darauf, als Gruppe zusammenzuarbeiten, miteinander zu kommunizieren, aber auch Ausdauer zu zeigen, wenn eine Aufgabe etwas schwerer zu lösen war. Gerade bei den Aufgabenstellungen, die nicht gleich gelangen, wuchsen die altersgemischten Gruppen zu Teams zusammen, bei denen die Mitglieder Verantwortung füreinander übernehmen und jeder etwas von sich einbringen kann.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause, in der die Alterstrennung zum Teil aufgehoben blieb, ging es dann in den Klettergarten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die persönlichen Grenzen, die der einzelne in luftiger Höhe auf wackligen Brücken, an Seilbahnen usw. überwinden musste, waren für jeden anders, aber jeder versuchte sich an zumindest einem Parcours. Die Beziehungen, die am Vormittag zwischen den Älteren und den Jüngeren entstanden waren, erwiesen sich als tragfähig: Die Kinder und Jugendlichen ermutigten sich gegenseitig, wenn jemand etwas ängstlicher war, halfen einander mit verklemmten Karabinern, ein Junge wagte sich erstmals mit der Unterstützung einer Jugendlichen in den Klettergarten.

Das Fazit von Schülern und Lehrern am Ende des Tages fiel durchweg positiv aus, einige wollten gar nicht gehen, andere sich bald wieder treffen.

Ermöglicht wurden Teamtraining und Klettern durch die Arbeitsstelle für Kooperation des Landratsamts Freiburg, des Projekts „Starthilfe“ des Jugendhilfezentrums St. Anton in Riegel und Beiträge der Eltern.

Cornelie Büchner